Ritter, Mönch und Bauersleut, Dieter BreuersDieses Buch ist bereits 1994 erschienen und wurde mir von mehreren Seiten empfohlen – zu Recht, wie ich nun finde, da ich es gelesen habe, denn es macht seinem Untertitel „Eine unterhaltsame Geschichte des Mittelalters“ alle Ehre. Der Autor beschreibt in kurzen Essays die verschiedensten Aspekte der Epoche, beginnend im Frühmittelalter. Dabei geht es um historische Daten und Fakten, von denen wir auch im Schulunterricht gehört haben, nur stellt Breuers sie keineswegs trocken, sondern spannend, farbig und oft auch humorvoll dar. Oberflächlich oder ungenau wirken seine Darstellungen trotzdem nicht, vielmehr gewährt er oft ungekannte Einblicke in das Leben der Päpste und Könige. Sehr schön ist an dem Buch außerdem, dass die einfachen Leute nicht zu kurz kommen, denn Breuers schreibt auch viele Augenzeugenberichte, in denen zum Beispiel ein Mönch oder ein Soldat zu Wort kommen, die die Ereignisse aus ihrer Sicht erzählen. Auch über das Alltagsleben der Menschen erfährt der Leser so einiges. Daneben gibt es übergreifende Texte zu Sachthemen, etwa die Zeitrechnung im Mittelalter oder die Entwicklung der deutschen Sprache, die ebenfalls interessantes Hintergrundwissen bieten. Das Konzept für Breuers’ Werk ist, dass Geschichte aus Geschichten besteht, und laut eigener Aussage wollte er ein Buch für Leser schreiben, die Geschichte eigentlich langweilig finden. Dieses Ziel dürfte er auf jeden Fall erreicht haben, denn das Buch spricht wohl viele Leser an, ob sie nun ihr Schulwissen auffrischen, sich neu informieren wollen oder ob sie der Unterhaltungsaspekt an Geschichte interessiert.
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